Rückblick: 3. Projektforum

Forum 2024

Blicke schärfen - Bedarfe von Kindern und Eltern

Auf unserem 3. Projektforum haben wir am 26. Juni 2024 noch einmal die Schulbank gedrückt: Gemeinsam mit mehr als 160 Fachkräften haben wir im Innerstädtischen Gymnasium Rostock einen gemeinsamen Blick auf die Bedarfe von Kindern und Eltern aus psychisch und/oder suchtbelasteten Familien geworfen. Bei idealem Strandwetter wurden die Teilnehmenden durch ein abwechslungsreiches Programm geführt und kamen miteinander ins Gespräch. Prof. Dr. Silke Wiegand-Grefe (Uniklinikum Hamburg-Eppendorf) und Prof. Dr. Sabine Herpertz (Uniklinikum Heidelberg) beleuchteten die Thematik aus wissenschaftlicher Sicht und zeigten, vor welchen Herausforderungen die betroffenen Familien stehen. 

Blick auf die Kinder

Blick auf Elternschaft & psychische Erkrankung

Im Anschluss wurden die Teilnehmenden selbst aktiv: In einem von sieben Workshops lernten sie Programme für Kinder und Eltern aus der Praxis kennen und trugen eigene Ideen zusammen. Auch die KipsFam Regionalstellen waren vor Ort, um Kontakte zu knüpfen und Pläne für künftige regionale Vernetzung zu schmieden. 

Programme für Kinder und Eltern:

  1. Trampolin Referentinnen: Anke Wagner (Landesverband Sozialpsychiatrie MV e.V.) & Kathrin Seemann (KipsFam Regio VG)
  2. Schatzsuche Referentin: Sabrina Täufer (Landesvereinigung für Gesundheitsförderung MV) 
  3. Therapiezentrum PIA & PEPE Referentinnen: Claudia Schwittau & Franziska Berthold (Gesellschaft für Gesundheit und Pädagogik mbH)
  4. Lighthouse - Referentin: Dr. Anna Georg (Universitätsklinikum Heidelberg)
  5. STEPPS Referent: Dr. Ewald Rahn (Facharzt für Psychiatrie und für Psychosomatik)
  6. Wellengang - Referent: Jonas Popp (Wellengang Hamburg und Aladin gGmbH)
  7. Wir 2 Referentin: Ina de Groot (Kinderzentrum Schwerin) - NDR-Beitrag

Buchtipps der Referent*innen

Kinder mit psychisch kranken Eltern: Klinik und Forschung

Silke Wiegand-Grefe, Fritz Mattejat, Albert Lenz (Hg.) 

Die Gefährdung von Kindern psychisch kranker Eltern ist in den Aufmerksamkeitsfokus von Klinik und Forschung gerückt. Das Buch fasst den aktuellen Wissensstand zusammen. Wenn Kinder mit Eltern zusammenleben, die an einer Psychose, Depression oder an Alkoholsucht leiden, sind sie einem verstärkten Risiko ausgesetzt, selbst eine psychische Erkrankung zu entwickeln. Das Buch gibt einen Überblick über die klinischen Entwicklungen der Arbeit mit betroffenen Familien und den aktuellen Forschungsstand zu Risiko- und Schutzfaktoren, Familienfunktionalität, Lebensqualität und Evaluation.

Kinder psychisch kranker Eltern: Leitfaden Kinder- und Jugendpsychotherapie

Albert Lenz, Silke Wiegand-Grefe

Das Zusammenleben mit psychisch kranken Eltern erhöht das Risiko, dass die Entwicklung der Kinder einen ungünstigen Verlauf nimmt. Die Kinder stellen daher eine besondere psychiatrische Risikogruppe dar. Der Leitfaden beschreibt die Schwerpunkte und Besonderheiten des diagnostischen und therapeutischen Vorgehens bei Kindern psychisch erkrankter Eltern. Die Leitlinien zur Diagnostik umfassen die Exploration der Belastungen und Ressourcen in der Familie sowie der Gefährdungen für die Kinder. Diagnostische und therapeutische Materialien sowie ein ausführliches Fallbeispiel erleichtern die Umsetzung der Leitlinien in den Praxisalltag.

Persönlichkeitsstörungen: Fortschritte der Psychotherapie

Babette Renneberg, Sabine C. Herpertz 

Die psychotherapeutische Behandlung von Patient*innen mit einer Persönlichkeitsstörung ist häufig herausfordernd. Die diagnostische Erfassung von Persönlichkeitsstilen und -störungen zu Beginn der Therapie ist für einen gelingenden Therapieverlauf essenziell. Der Band zeigt das konkrete therapeutische Vorgehen anhand von Fallbeispielen und therapeutischen Dialogen für die ängstlich-vermeidende, narzisstische, dependente, zwanghafte, histrionische, paranoide, schizoide und schizotype Persönlichkeitsstörung auf. Das dargestellte Verständnis von Persönlichkeitsstörungen ermöglicht es, psychotherapeutische Interventionen zu planen und durchzuführen, bei denen die Kernmotive des interaktionellen Verhaltens sowohl in der therapeutischen Beziehung als auch im Alltag der Patient*innen berücksichtigt werden.

Borderline verstehen und bewältigen

Ewald Rahn, Karsten Giertz

Das Anliegen der Autoren ist es, Betroffenen, ihren Angehörigen und professionellen Unterstützenden durch die Vermittlung von Informationen Mut bei der Bewältigung der Borderline-Persönlichkeitsstörung zu machen und Wege für eine angemessene Hilfe und Selbsthilfe aufzuzeigen. Ausgangspunkt des Ratgebers ist die Entwicklung eines gemeinsamen Verständnisses der Erkrankung und eine daraus resultierende gemeinsame Sprache als Voraussetzung für eine gute und förderliche Zusammenarbeit zwischen Betroffenen, ihren Angehörigen und ihren professionellen Unterstützenden zur Überwindung der Erkrankung und deren Folgen. Der Ratgeber wird ergänzt durch ein Begleitbuch mit mehr als 30 alltagstauglichen Übungen und Erläuterungen für die Therapie und den Alltag mit Borderline. 

Wolkenwetter: Ein Lesebilderbuch für Kinder mit seelisch belasteten Eltern

Aladin gGmbH, wellengang hamburg (hg.) / Silke Rath (Autorin)

Gemeinsam leben der kleine Mensch und der große Mensch in einem Leuchtturm. Der große Mensch muss jeden Abend das Leuchtfeuer entzünden, damit das Meer sicher bleibt — nur an stürmischen Wolkentagen schafft er das nicht. Der kleine Mensch versucht, die Aufgabe für den großen Menschen zu übernehmen und merkt schnell, dass diese Aufgabe zu groß für einen kleinen Menschen ist. Er schlägt sich durch den Sturm zum alten Leuchtturmwärter. Wird der alte Mann helfen können?

Verlier dich nicht

Für bewegende Momente sorgte die Band Me and the Lion, die ihren Song Lose yourself spielten. In dem Lied geht es um Co-Abhängigkeit und ungesunde Beziehungen - und Auswege. 

Hilfe finden

Kontakt

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