Etwa 60 Fachkräfte sind am 6. Mai nach Stralsund gekommen, um im Werkstattformat auf Kinder aus psychisch und suchtbelasteten Familien zu schauen. Im Begegnungszentrum der Lutherkirche gab es zu Beginn einen Impulsvortrag von Juliane Tausch vom Hamburger Projekt A:Aufklaren (DER PARITÄTISCHE Hamburg) zum Thema „KipsFam gut begleiten“. Juliane Tausch schärfte den Blick auf die unterschiedlichen Rollen und Aufträge und arbeitete sehr überzeugend heraus, welche Möglichkeitsräume jede*r einzelne mitbringt und in die Unterstützung von Familien reingeben kann.
Zudem stellte sich die neue Besetzung der regionalen Anlauf- und Unterstützungsstelle für Vorpommern-Rügen (KipsFam Regio VR) vor: Anja Busch-Tredup, Sandra Hausdörfer-Neisener und Christian Ottensmeier berichteten von ihrem Aufgabenbereich in der Kinder- und Jugendpsychiatrie im Helios Klinikum Stralsund und zeigten auf, welche Möglichkeitsräume sie für KipsFam bereithalten können.
Im dritten Teil des Tages fanden sich die Fachkräfte aus den unterschiedlichen Unterstützungssystemen in vier Fallwerkstätten zusammen und schauten gemeinsam auf unterschiedliche Fallkonstellationen. Dabei ging es sehr praktisch darum, herauszustellen, wer mit welchem Blick und welcher Rolle mit der Familie arbeitet und wer was einbringen kann.
Neben der inhaltlichen Auseinandersetzung durch den Vortrag und die Fallwerkstätten gabe es an dem Tag auch Zeit, um sich kennenzulernen und auszutauschen. Neben Fortbildungsterminen und spezifischen Angeboten für KipsFam stellte sich auch eine neu gegründete Selbsthilfegruppe für erwachsene Kinder psychisch belasteter Eltern vor.